Ausbildung von "Emotional Support Dogs" (ESA)
Eine für dich vielleicht interessante Alternative zum Assistenzhund könnte ein ESA sein. Was genau die Unterschiede sind und was der ESA-Hund kann und nicht kann, erfährst du hier. Wenn du genauere Beratung zu deiner Entscheidung wünschst, nimm gerne Kontakt zu mir auf.
ESA oder Assistenzhund?
Im Prinzip kann ein ESA die gleichen Aufgaben erlernen wie ein Assistenzhund. Der große Unterschied besteht darin, dass ESA-Hunde in Deutschland keinerlei Rechte in der Öffentlichkeit genießen! Gesetzlich sind sie demnach ganz "normale Familienhunde". Ein ESA hat also nicht das Recht, dich an Orte zu begleiten, an denen Hunde nicht erlaubt sind. Du musst dir also ganz genau überlegen, wo du die Hilfe deines Hundes am meisten benötigst: Ein ESA kann ein toller Helfer für zu Hause sein, jedoch darf er dich außerhalb nicht immer begleiten.
Warum dann ein ESA?
Ein ESA ist zwar anders als der Assistenzhund nicht im Gesetz verankert, doch solltest du dir überlegen, was für dich sinnvoller wäre. Um einen Assistenzhund bekommen zu können, muss auch der Mensch einige Voraussetzungen erfüllen: vielleicht erfüllst du nicht alle Voraussetzungen, um einen Assistenzhund bekommen zu können? Das kann z.B. der Fall sein, wenn du keine klare Diagnose bekommen hast, die das Führen eines Assistenzhundes möglich macht. Aber auch wenn du schon einen Hund hast, der leider nicht für die Ausbildung zum Assistenzhund in Frage kommt, ist die Ausbildung zum ESA eine gute Alternative. Denn Assistenzhunde müssen sehr viele charakterliche wie auch gesundheitliche Anforderungen erfüllen. ESA-Hunde hingegen werden beim Eignungstest nicht so streng beurteilt. Ein nicht zu verachtender Faktor sind auch die Kosten: Die Ausbildung eines Assistenzhundes ist langwieriger und beinhaltet in den verschiedenen Phasen verschiedene weitere Eignungstests sowie eine staatliche Abschlussprüfung. Die Ausbildung eines ESA ist kürzer und durch die fehlenden Rechte sind hier auch die Trainingsstunden bei Kompasspfoten günstiger.
Warum eine Assistenzhundeschule für einen ESA?
Natürlich ist es richtig, dass ein ESA durch die fehlenden Rechte in der Öffentlichkeit und den in Deutschland ungeschützten Begriff in der Theorie von jedem so bezeichnet und ausgebildet werden kann. Wenn du bei mir einen ESA ausbildest, bekommst du am Ende einer kleinen Lernzielkontrolle ein offizielles Zertifikat ausgestellt, das die Ausbildung deines ESA in einer Ausbildungsstätte für Assistenzhunde bescheinigt. Hiermit können manche Teams von "Good Will" - Entscheidungen profitieren, wenn zuständige Personen die offizielle Ausbildungsstätte deines ESA sehen. Zugang zu Ärzten deines Vertrauens, einigen Hotels oder Läden, die sonst keine Hunde erlauben KÖNNEN damit zum Teil möglich werden.
Wie läuft die Ausbildung konkret ab?
Wenn wir in deinem persönlichen Erstgespräch herausgefunden haben, dass ein ESA für dich die erste Wahl ist, dann gehe ich genau wie bei den Assistenzhunden für dich auf die Suche nach einem passenden Hund. Natürlich nur, wenn du noch keinen Hund hast. Wenn doch, dann haben wir uns als allererstes für den Eignungstest deines Hundes getroffen. Nun wirst du während der Ausbildung deines ESA individuell so viele Einzeltrainingsstunden bei mir erhalten, bis ihr am Ziel angekommen seid- also gar kein Zeitdruck. Wir können einen festen Trainingstermin pro Woche ausmachen oder auch alle zwei Wochen. Zusätzlich hast du die freiwillige Möglichkeit, die Online Theoriestunden zu belegen und natürlich die Gruppenstunden zu besuchen, in denen du die Möglichkeit hast, andere Mensch-Hund-Teams kennenzulernen. Da die Gruppe mit Assistenzhunde-Teams und ESA-Teams gemeinsam stattfindet, wird dein Hund nach den gleichen hohen Standards ausgebildet wie ein Assistenzhund. In den ersten Monaten eures Trainings liegt der Fokus also auf den Grundkommandos, der Umweltsozialisierung und dem Erlernen von jederzeit ruhigem und "angemessenem" Verhalten in der Öffentlichkeit. Erst wenn diese Dinge soweit sitzen, erarbeiten wir zusammen die Hilfsaufgaben, mit denen dein ESA dir den Alltag zu Hause erleichtern kann. Insgesamt hängt die Ausbildungsdauer natürlich vom Alter und Trainingsstand des Hundes usw. ab, dauert jedoch meist zwischen 4 Monaten und 1,5 Jahren.