Ablauf der Assistenzhundeausbildung bei Kompasspfoten
Bitte beachte, dass die Ausbildung natürlich individuell auf dich und deinen Hund zugeschnitten ist und daher nicht immer einem strikten Plan folgt. Jede Ausbildung ist anders, auch die Dauer kann sehr unterschiedlich sein. Im persönlichen Erstgespräch werden wir bereits einen genaueren Fahrplan aufstellen können, der genau auf euch zugeschnitten ist und dir auch die letzte offen gebliebene Frage beantwortet. Hier sollst du lediglich einen Überblick bekommen, wie die Ausbildung für euch als Team grob verläuft.
1. Das persönliche Erstgespräch
Das Erstgespräch findet immer persönlich statt, damit wir uns kennenlernen können. Denn bei der Auswahl deiner Assistenzhundeschule solltest du auch auf dein Bauchgefühl hören. Schließlich arbeiten wir über die nächsten Jahre und gerne auch über eure bestandene Ausbildung hinaus, eng zusammen. Da solltest du dich auch menschlich bei deinem Trainer/deiner Trainerin wohlfühlen. Wir haben im Erstgespräch keine fest vorgegebene Zeit, sondern nehmen uns so viel Zeit wie du benötigst, um alles zu klären. Wir besprechen alles von der Auswahl des richtigen Hundes für dich, über die Aufgaben die dein Hund übernehmen könnte, bis hin zur Finanzierung und den Herausforderungen, die auf euch zukommen werden.
2. Die Suche nach deinem vierbeinigen Partner
Hast du dich nach dem Erstgespräch für die Ausbildung eines Assistenzhundes in Selbstausbildung entschieden, dann gehe ich nach unseren besprochenen Kriterien auf die Suche nach einem passenden Hund für dich. Da Assistenzhunde ein ganz besonderes Wesen und auch eine einwandfreie Gesundheit vorweisen müssen, kann die Suche nach deinem Partner unter Umständen mehrere Monate Zeit in Anspruch nehmen. Diese Zeit kannst du natürlich bereits sinnvoll nutzen: Der Onlinekurs "Ein Welpe zieht ein" ist bei Kompasspfoten Pflicht für alle Neuhundebesitzer. Auch an den wöchentlichen Online-Theoriestunden kannst du bereits teilnehmen, um dich optimal auf den Einzug deines Hundes vorzubereiten.
Wenn du schon einen Hund hast, dann steht noch vor dem Erstgespräch der Eignungstest deines Hundes. Hierbei musst du nicht nervös sein: Es geht nicht darum, wie gut dein Hund schon erzogen ist - das ist alles trainerbar! Vielmehr schaue ich mir ganz genau das Wesen deines Hundes an, um dann zu entscheiden, wie es für euch weitergehen kann.
3. Die Grundausbildung
In der Grundausbildung liegt der Fokus auf der Bindung zu dir, der Grunderziehung, der Umweltsozialisierung und dem Erlernen der Standards für Assistenzhunde (wie sich ein Assistenzhund in der Öffentlichkeit zu verhalten hat). Du bekommst eine engmaschige Betreuung durch wöchentliche Einzelstunden, in denen wir Schritt für Schritt alles erarbeiten. Du kannst jederzeit auch zusätzlich Gruppenstunden und Social Walks besuchen, um andere Teams kennenzulernen und mit deinem Hund das ruhige Verhalten in Anwesenheit anderer Hunde und Reize zu üben. Am Ende der Grundausbildung steht der 12-Monats-Test sowie die Gesundheitsüberprüfung. Habt ihr beides geschafft, dürft ihr, wenn dein Hund mindestens 15 Monate alt ist, offiziell in der Spezialisierung durchstarten.
4. Die Spezialisierung
Hier verfestigen wir in der Grundausbildung Gelerntes. Der Fokus liegt nun auf den Hilfsaufgaben, die dein Hund lernt, um dir das Leben ein Stück leichter zu machen. Welche genau das sind, haben wir am Anfang eurer Ausbildung besprochen, aber natürlich kann sich das auch wieder ändern. Dein Hund muss jedoch mindestens fünf Hilfsaufgaben erlernen; dies ist in der Assistenzhundeverordnung festgelegt. (Ein Blick in die Assistenzhundeverordnung (AHundV) lohnt sich definitiv!)
Die gesamte Ausbildungsdauer ist sehr individuell und hängt natürlich auch davon ab, ob du mit einem Welpen startest oder mit einem erwachsenen Hund. Grob kannst du jedoch von 1-2,5 Jahren ausgehen.
5. Die Prüfung zur Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaft
Am Ende eurer Ausbildung findet eine offizielle staatliche Prüfung statt, bei der ihr den offiziellen Ausweis und Dokumente als staatlich anerkannte Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaft bekommt. Wann ihr bereit für die Teamprüfung seid, entscheiden wir gemeinsam, du brauchst dir also keinen zeitlichen Druck machen.
Achtung: Zurzeit sind in Deutschland keine Prüfungen möglich, da das notwendige Gesetz noch auf dem Weg ist und es keine Zertifizierungsstätte für Ausbildungsstätten gibt! Für mehr Infos kontaktiere mich gerne. Wir gehen aber davon aus, dass ab Ende 2026 wieder Prüfungen möglich sein werden!